In der psychoanalytisch fundierten Psychotherapie geht es darum das Subjekt zu finden,
dort wo es sich äußert, ohne sich selbst vertreten zu können. Dabei ist das Subjekt
nicht nur im unbewussten Erleben aufzuspüren. Manches Handeln, z. B. Selbstverletzungen,
manche Wahrnehmungen, z.B. das Hören von Stimmen, können als Akt verstanden werden,
der dazu dient, Subjektivität überhaupt herzustellen. Zu fragen ist stets, ob im
Symptom, im scheinbaren Defizit, selbst ein Ausdruck verborgener Subjektivität, die
nicht gelebt werden kann, und ein Versuch der Subjektkonstituierung enthalten sind.